Ruanda

Die Berggorillas von Ruanda

Die Berggorillas sind Ruandas größter Schatz und die wichtigste Attraktion. Durch sanften und nachhaltigen Tourismus gelingt es dem ostfarikanischen Land immer besser, die Tiere zu schützen und zugleich eine wichtige Einnahmequelle durch Safaris zu den Menschenaffen zu erschließen.

Die Berggorillas gehören zu den Menschenaffen und können aufrecht stehend bis zu 1,75 Meter groß werden. Das Männchen wird, mit circa zweihundert Kilogramm, doppelt so schwer wie das Weibchen. Ältere männliche Berggorillas bekommen ein silbrig graues Fell am Rücken und werden deshalb Silberrücken genannt. Die stämmigen Tiere ernähren sich ausschließlich vegetarisch.

Die Berggorillas waren die ersten Gorillas deren Verhaltensweisen über Jahre in der natürlichen Umgebung erforscht wurden. Die amerikanische Zoologin Dian Fossey hat mit ihrem Buch "Gorillas im Nebel" diese Tiere dem Menschen näher gebracht und das Thema Bestandsschutz in die Öffentlichkeit gerückt. Das Buch wurde eindrucksvoll verfilmt mit Sigourney Weaver in der Hauptrolle.

Durch die illegale Jagd auf die Berggorillas war der Bestand ihn den fünfziger Jahren auf wenige hundert Tiere reduziert. Die IUCN (International Union for Conservation of Nature and Natural Resources) listete die Berggorillas deshalb als "vom Aussterben bedroht". Heute hat sich die Population wieder auf ungefähr achthundert Tiere erholt.

Das Senkwekwe Centre ist eine Waisenstation für Berggorilla Babys. Derzeit werden dort vier Tiere großgezogen. Das Senkwekwe Centre ist nach dem gleichnamigen Gorilla und Oberhaupt einer zwölfköpfigen Berggorillasippe benannt. Er wurde 2007 während des "Senkewke- Massakers", bei dem insgesamt sechs Gorillas starben, getötet.

 

Berggorilla in Ruanda